Startseite

Herzlich Willkommen

auf meinem Blog. Viele Eltern trennen sich, aus verschiedenen Gründen. Eine solche Trennung bedeutet für die meisten Kinder eine große Umstellung.

In anderen Fällen leben die Kinder nicht bei den Eltern, sondern in anderen Konstellationen, z. B. bei den Großeltern, Pflegeeltern oder in Heimen.

Während viele Kinder den Kontakt zu beiden Eltern aufrecht halten wollen, gibt es auch Kinder, die zu beiden Eltern oder einem der beiden Elternteile,  zeitweise oder dauerhaft, keinen bzw. weniger Kontakt haben möchten.

Das kann viele Gründe haben, z.B:

  • Sie müssen erst mal die Trennung der Eltern verkraften
  • Ihre Wünsche werden bei der Organisierung des Umgangs bzw. im gemeinsamen Alltag nicht beachtet
  • schon vor der Trennung hatten die Kinder keine gute Beziehung zu dem Elternteil zu dem sie den Kontakt ablehnen
  • zumindest ein Elternteil übt körperliche, psychische und/oder sexualisierte Gewalt gegen die Kinder aus.

Leider werden Kinder die- dauerhaft oder vorrübergehen- keinen bzw. weniger Kontakt zu einem Elternteil /beiden Eltern haben möchten meistens nicht ernstgenommen und durch das Familienrecht und das dem angeschlossenen Jugendhilfesystem dazu genötigt weiterhin den Kontakt aufrecht zu halten.

Dadurch fühlen sich die betroffen Kinder häufig hilflos und isoliert.

Auch ich wurde dazu gezwungen, regelmäßig meinen Vater zu besuchen, obwohl gegen ihn der begründete Verdacht des Missbrauchs bestand (bzw. weiterhin besteht) und ich ihn nicht sehen wollte.

Ziel dieses Blogs ist es die Öffentlichkeit über das Problem des erzwungenen Umgangs/Elternkontaktes von Kindern zu informieren.

Vor allem will ich mich mit anderen Betroffenen vernetzen.

20 Kommentare:

  1. Lieber Marco,

    ich wünsche Dir, dass Du mit Deiner Vernetzungs- und Informationsarbeit Erfolg hast! Es wird Zeit, dass den von Zwangsumgang betroffenen "Kindern" eine Stimme gegeben wird.

    Zwangskontakt, aber auch Erweiterung von Umgang zu einem Elternteil gegen den deutlich geäußerten und i.d.R. begründeten Willen eines Kindes stellen eine Kindeswohlgefährdung dar, und zwar besonders, aber nicht nur im Falle von körperlicher Gewalt. Immer gefährdet ist die Selbstwirksamkeitserwartung (perceived self-efficacy) des Kindes. Sie "ist der Motor für weitere Entwicklungsschritte und ein wichtiger Schutzfaktor für das Kindeswohl", schreibt Dr. Simoni in "Sozialwissenschaftliche Grundlagen zu den Konzepten Kindeswohl, Familie und Elternschaft".

    Das sah auch das OLG Nürnberg so in seiner Entscheidung vom 22.06.2009, 10 UF 790/08:

    „Des weiteren würde ein Erzwingen des Umgangskontaktes eine Missachtung des nachvollziehbaren Kindeswillens bedeuten, was ... in eine passive Rolle drängen würde und weitreichende negative Folgen für ihr Selbstbewusstsein haben könnte, sowie deren Selbstwirksamkeitsüberzeugungen erheblich beeinträchtigen würde, d. h. die Überzeugung, Probleme aktiv lösen zu können, würde geschwächt, vielmehr entstünde das Gefühl, hilflos ausgeliefert zu sein (vgl. Dettenborn, 2002).“

    Die Praxis des Zwangsumgangs muss von den Verfahrensbeteiligten familienrechtlicher Auseinandersetzungen aufgegeben werden. Das Kindeswohl muss wieder in den Fokus!

    Viel Erfolg!

    Barbara Thieme, Mütterlobby

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Marco,

    auf solch einen Blog haben viele Betroffene gewartet. Vielen Dank, dass du Dich engagierst.

    Leider ist meine Tochter auch betroffen, sie ist jetzt fast 10 Jahre alt und war noch ein Kleinkind als der Familiengerichtskrieg mit seiner Willkür und Nötigung anfing.

    Als Mutter wurde ich vor Gericht genötigt, entweder „erzwungener Umgangskontakt oder Entzug der Sorge bzw. Inobhutnahme“, ähnlich wie du Euren Fall beschreibst.

    Hintergrund ist sexueller Missbrauch vom Kindesvater an seiner Tochter. Diese Tat wurde vom Strafgericht sogar bestätigt und er wurde strafrechtlich bestraft.

    Das Familiengericht interessiert das bis heute nicht und ein Verfahren wegen Umgang und Sorge folgt dem anderen. Das Familiengericht möchte weitere Gutachten erstellen, obwohl das Strafgericht davon absah, weil das Kind schon zu oft befragt worden ist.

    Fazit: Das Familiengericht ist nicht Kind orientiert, sondern scheinbar Täterorientiert.

    Ich möchte dennoch allen Mut machen:
    2 Bundesverfassungsbeschwerden wurden von mir eingereicht und angenommen.
    Ein Eilantrag ist derzeit direkt zum BvG unterwegs.

    Viel Erfolg lieber Marco.

    Beste Grüße
    Eine betroffene Mutter

    PS: Wir sind keine Einzelfälle!! Ich habe viele Betroffenen kennen lernen können, sie sich gegenseitig unterstützen in diesem nicht enden wollenden, willkürlichen Gerichtskrieg.

    AntwortenLöschen
  3. Lieber Marco!
    Auch ich bin betroffene Mutter und freue mich über dein Engagement. Ich habe beschlossen, ein Buch über meine Erfahrungen zu schreiben, meinem Kind, welches ich so oft weinend an einen gefühlskalten Mann übergeben muss, Gehör zu verschaffen. Ich bin nach vielen Jahren Psychoterror und Stalking nicht mehr arbeitsfähig. Das Buch von Carola Fuchs hat mir Mut gemacht. Wir müssen an die Öffentlichkeit. Vielleicht wird aus deinem Blog ja auch mal ein Buch.
    Ich wünsche dir alles Glück der Welt. Du musstest lange viel durchmachen und stark sein. Mögen viele Menschen deinen Blog lesen. Bleib stark.
    Liebe Grüße und viel Erfolg

    AntwortenLöschen
  4. Hallo Marco
    Ich war selbst betroffene und ich weis wie es ist zu etwas gezwungen zu werden. Als Kind und jugendlicher nur schwer zu verstehen und zu ertragen.
    Ich Wünsche dir viel Erfolg mit deinem Blog.

    AntwortenLöschen
  5. Lieber Marco
    Auch ich kenne das zu gut. Habe das selber erlebt. Würde es meiner Tochter gern ersparen. Wünsche dir viel Erfolg. Bleib stark.

    AntwortenLöschen
  6. Lieber Marco,

    Ich möchte Dich dazu ermutigen, gerade in diesen Tagen, auch an die internationale Öffentlichkeit damit zu gehen.
    Denn wenn Deutschland so mit seiner Zukunft, unseren Kindern, umgeht, dann brauchen wir uns über die wachsende Zahl der Kriminellen unter Jugendlichen nicht zu wundern.
    Und wir dürfen auch nicht vergessen, dass solche Einrichtungen wie Heime, auch Nachschub brauchen, denn wenn sie das nicht haben, sind diese Leute ihrgendwann ja arbeitslos.
    Diese Zwangskontakte, die Wilkür bei den Gerichten und Jugendämtern, sollte jeder der hierzulande lebt, wisse .
    Was kann man tun, um mehr öffentliches Interesse zu finden?
    Viiieeel Erfolg wümscht Dir Jenni, Mutter von 2 Kindern, die Trennungskriminalität in ihren Facetten leider kennen gelernt hat

    AntwortenLöschen
  7. Hallo Marco, meine Tochter ist ebenfalls betroffen. Wir sind noch mitten im Sorgerechtsverfahren (mal wieder), es soll ein Gutachten erstellt werden darüber, weshalb sie seit 2011/12 psychisch so krank war (es geht ihr besser). Von einigen Stellen ist von psychischer Gewalt die Rede, seitens der Psychologin und Beratungsstellen von Traumafolgestörungen. Seit 2005 hat er die Umgänge erzwungen und vor Gericht erstritten, obwohl sie immer Angst vor ihm hatte und die Umgänge nur schwer ertragen hat. Sie hat das Jugendamt um Hilfe gebeten mit dem Erfolg, dass mir ein Teil des Sorgerechts entzogen wurde. Du kannst uns gern kontaktieren, wenn du möchtest, obwohl sie eben erst 16 ist. - Erzwungener Umgang kann nicht förderlich sein :( ... Es ist wichtig, sich zu vernetzen. Dieser Alleinkampf ist extrem kräftezehrend. Alles Gute für dich.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Livia,
      ich würde mich sehr freuen wenn wir uns vernetzen würden. Am besten Du schickst mir eine Nachricht über das Kontaktformular. Dann sehen wir alles weitere :)

      Löschen
  8. Lieber Marco,
    ich finde es toll, dass Du so engagiert weiterkämpfst, um das Thema öffentlich zu machen und wie ich finde, einen großen
    Teil dazu beiträgst, uns Mütter zu entkriminalisieren, indem Du zeigst, dass Kinder einen EIGENEN WILLEN haben, unabhängig von Elternteilen.
    Meine Kleine musste da auch schon viel mitmachen und das ist schrecklich.
    Viel Kraft und gutes Gelingen wünscht Dir Claudia

    AntwortenLöschen
  9. Lieber Marco,

    es ist wirklich schrecklich wie in Deutschland, einem angeblichen Rechtsstaat, mit Menschen umgegangen wird. Kindern und ihren Müttern wird im Namen des Kindeswohls viel Leid angetan. Auch ich und mein Sohn mussten das am eigenen Leib erfahren.
    Ich wünsche dir viel Erfolg!

    Alles Gute wünscht dir Petra

    AntwortenLöschen
  10. @all

    vielen Dank für eure tollen Rückmeldungen. Auch wenn die Situation momentan sehr schwierig ist und wir bislang kaum gehör finden, dürfen wir nicht aufgeben!

    Zusammen sind wir stark :)

    AntwortenLöschen
  11. Lieber Marco,

    die Situation wie unsere Behörden mit den Schwächsten in unserem Land umgehen ist dramatisch. Ich möchte dir meine volle Unterstützung geben zu Deinem schwierigem Vorhaben.
    Ich habe eine Anzeige wegen sex. Missbr. gemacht und seitdem weiss ich, wo die Täterlobby sitzt und die Erfahrung des Allleinseins gemacht
    Eine Psychologin sagte mir, ich würde das Leben des Täters zerstören....es ist der rote Faden der durch sämtliche Instanzen geht.
    Die Antwort von einer Dame in einer Beratungsstelle auf meine Frage, ob der Vater im Falle einer Verurteilung Besuchsrecht bekommt, kam wie aus der Pistole geschossen, und hieß" Selbstverständlich" mit einem Vortrag wie wichtig Väter doch für Kinder sind.
    Da blieb mir nur ungläubiges Kopfschütteln und Abscheu.
    Es gab noch viele ähnliche haarsträubende Erlebnisse mit Behörden, die für den Schutz der Kinder zuständig wären.
    Behörden die für den Schutz der Kinder da sein sollten, haben die Fürsorgepflicht die im GG verankert ist gröblichst verletzt.

    Alles Gute Kerstin









    AntwortenLöschen
  12. Hallo an alle
    auch wir (meine Töchter5 und 10) sind Opfer dieses Systems. Gutachten wurde schon erstellt und wie ich heute danach sagen muss LEIDER. Habe dieser Frau unsere Geschichte erzählt (psyische Gewalt) und das ich bereue meine damalige Überlegung ins Frauenhaus zu fliehen nichteider getan zu haben. Ihre Reaktion : was wollten sie den da? Sie haben doch keine Gewalt erfahren.
    Ich war geschockt!
    Wie das Gutachten ausfiel muss ich hier bestimmt nicht sagen...
    auch die Polizei wollte mich nicht anhören, man wimmelte mich ab, mit der Begründung, dass hat eh kein Erfolg. Da steht Aussage gegen Aussage und das verlieren sie eh.
    schlussendlich muss meine jüngste Tochter Umgang haben. Er manipuliert munter drauf los. Schüchtert sie ein und gibt öffentliche zu, mich fertig machen zu wollen. Zur Not fahre er mit ihr gegen einen Baum. .. natürlich wurde ihm begutachtet, das er liebevoll ist nur eben etwas zu emotional reagiert. Tja und wie ich diese 14 tätigen Traumas auffangen soll und meine Tochter ohne Knacks da durch kommt....davon will man nichts hören!
    Vielleicht hat ja hier jemand einen Tipp was ich meinem Kind mitgeben kann. Damit sie nicht das Vertrauen in mich verliert. Immerhin schickt Mama sie ja dahin... und Noch dazu muss man ja als Mama immer positiv reden. Ansonsten ist man ja Bindungsintolerant und kann unmöglich ein Kind erziehen. Ach ja und wie führt man Gespräche mit jemandem der keine führen will. Denn auch diese Auflage habe ich... da wir ja BEIDE nicht in der Lage sind miteinander zu kommunizieren. Jepp genau. Dieses System macht einen normalen Menschen Lebensunfähig und dafür bestraft es einen dann auch wieder.
    Liebe Größe einer ziemlich verzweifelten Mama
    wünsche allen viel viel viel Kraft vorallem dir lieber Marco. Danke für deinen Blog

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Mama,

      bei psychischer Gewalt sind sind die meisten Behörden total blind, wobei bekannt ist, dass sie grossen Schaden anrichtet.
      Ich empfehle dir das Buch " Die Masken der Niedertracht", hier wird deutlich die Strategie der Verursacher beschrieben und wie man damit umgehen kann.

      LG Kerstin




      Löschen
  13. Endlich,wurde mein Mann vor Gericht zurecht gewissen,er muss sich mit meinem Sohn und mir bei der Erziehungberatungstelle treffen.Seit einem Jahr hab ich kein Kontakt zu meinem 12j. Sohn.Hoffe das der Umgang wieder klappt:-)

    AntwortenLöschen
  14. Ja, es gibt nichts, das es nicht gibt. Jeder Zwang ist Scheiße. Ob die Mutter (zwanghaft) versucht zu verhindern, dass das Kind seinen Vater häufig und regelmäßig sieht oder die Behörden etwas erzwingen, was sie nicht erzwingen sollten.

    Es liegt an den Menschen, an den Eltern. Wenn die - oft aus psychischen Gründen - nicht in der Lage sind, sich anständig zu verhalten, bedeutet das IMMER Probleme ... für die Kinder!

    AntwortenLöschen
  15. Das Umgangsrecht in Familienangelegenheiten findet oftmals zu Lasten der Kinder, der Eltern,auch der Großeltern statt.
    Eigentlich sind doch die Kinder die Schwächsten in unserer Gesellschaft,und die Kinder lieben eigentlich doch alle--
    Es fehlt an Toleranz ,und bei den Familiengerichten das Personal,sowie in den Instutionen,vorbeugend und helfend ,wenn nötig ,nicht strafend ,sondern Lösungen ,zeigen und erarbeiten,
    ich leide nach Jahrzehnten noch,dass die Familie so zerissen ist,das Trauma betriift auch meine jüngste Tochter,und meine Enkelkinder ,von der ältesten Tochter ,die mich nicht kennen

    AntwortenLöschen
  16. Was aber ist,wenn die Gewalt vom Staat ausgeht,wenn Eltern ihre Kinder ,Kinder ihre Eltern verlieren,
    dieses Trauma,
    weil unschuldig,so weiß ich jetzt,hat mich fast zerstört,
    wenn Heime erfragen,mitunter,habt ihr noch Kinder für uns,
    also das Kind als Ware---sie sind auch ,um die Finanzierung bzw.für die INOBHUTNAHME gut-----auch dies ist eine Realität..leider

    AntwortenLöschen
  17. .......newsletter
    BMJV.Heiko Maas erinnert an:Furchlose Juristen und fordert Einbeziehung des NSUnrechts in die Juristenausbildung,
    ----------------------------------------------------------------
    Wir ,meine mehrfachbehinderte,erwachene Tochter und ich sind nach Jahren an so einen furchtlosen Juristen geraten,
    jetzt sind wir fast 6 Jahre wieder zusammen,
    entschuldigt hat sich bis dato niemand,
    trotzdem verdanken wir diesem Menschen viel. der sich gegen alle Institutionen für uns eingesetzt hat,
    er hat sich sehr unbeliegt gemacht,
    ebenso müßten Ärzte dazu ausgebildet werden,die sich trauen,
    über Missstände zu berichten,unser Kind hätte gesund sein können

    AntwortenLöschen
  18. Hallo,

    so stellt man sich eine Trennung mit Kindern auch nicht vor. Deshalb leben wir, auch nach der Trennung, mit unseren beiden Kindern das "klassische Familienmodell". Keine einfache Angelegenheit, aber für die Kinder das beste und mittlerweile ist das Leben miteinander auch super gelöst und funktioniert reibungslos. Es hat einiges an Zeit und Nerven gekostet, aber es hat sich gelohnt!

    Lg Pete

    AntwortenLöschen